Microsoft Word ist state oft the art

In den vergangenen Wochen ist mir ein Rechtschreibfehler gleich mehrfach und in verschiedenen Texten aufgefallen: Vom „state oft the art“ war die Rede (statt: „state of the art„). In einem dieser Texte hat der Fehler mehrere Korrekturzyklen überlebt und somit die Frage aufgeworfen: Wo kommt der her, der Fehler und warum geht er nicht wieder weg?

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Island-Tagebuch 3: Arnarstapi – Est-ce qu’il y a un chemin?

26. Juni 2004

Morgens wache ich schon wieder von prasselndem Regen auf, entscheide prompt, noch etwas länger liegen zu bleiben und im Reiseführer nachzulesen, wohin die Reise denn nun gehen könnte. Norden ist klar, unklar jedoch die Frage, ob die Halbinsel Snæfellsjökull einen Abstecher lohnt, und wie weit ich überhaupt fahren will an diesem Tag. In der Hoffnung auf nachlassenden Regen gibt es dann erst einmal ein ausgiebiges Frühstück und campingplatzkollektives Wundern über Griechenlands Viertelfinalsieg bei der EM. Gegen 10 Uhr wird es freundlicher, das Zelt ist schnell verpackt und auf geht’s Richtung Mosfellsbær. Weiterlesen

Tolle Tools: Festplatte fest im Blick mit Sequoia View. Oder: Mammutbäume sinnvoll beschneiden.

Wer kennt das nicht? Die Festplatte oder neuerdings auch der USB-Stick sind fast voll, Aufräumen ist angesagt. Aber: Wo anfangen? Bei mehreren Dutzend Ordnern, Unterordnern und Unterunterordnern beginnt bereits das Problem, dass ich gar nicht weiß, wo die größten Platzfresser stecken, welche überflüssigen Riesendateien und Riesenordner, sprich: Leichen im Keller, ich noch herumliegen habe.

Die ohnehin für deutsche Ohren besonders putzig-sympathische niederländische Sprache liefert den entscheidenden Lösungshinweis:“Plattegrond“, d.h. „Grundriss“. Und hier ist eben der Grundriss der Festplatte gemeint. Ob dieser sprachlichen Koinzidenz ist es auch nicht verwunderlich, dass das ultimative Festplattenwucherungsüberblickstool aus den Niederlanden stammt: Sequoia View. Auf anderer sprachlicher Ebene passt der Name auch. Bei einem Mammutbaum (Sequoia) den Überblick über jeden Zweig zu behalten, erfordert schließlich auch besondere Maßnahmen.

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Island-Tagebuch 2: Reykjavik – Zwei Gesichter einer Stadt

25. Juni

Verlief der Aufbau des Zeltes am gestrigen Abend trotz Winds noch recht problemlos, ist es heute Morgen äußerst ungemütlich. Strömender Regen, starker Wind, 3° und die bittere Erkenntnis, dass auch der beste Schlafsack Arme nur dann wärmen kann, wenn sie sich im Schlafsack befinden. Abgesehen davon war das Schlaferlebnis überraschend positiv und der gleichförmig trommelnde Regen bewegt mich, mich noch 2, 3 mal umzudrehen und mich erst um 9 Uhr aufzurappeln. Dann noch etwas zusätzliche Trödelei im Waschraum in der Hoffnung, das Zelt sei doch noch im Trockenen abzubauen, aber daraus wird nichts. Es regnet ruhig weiter. Immerhin: Der unschätzbare Vorteil eines Autos bei so einer Zelttour ist es, dass sich das Zelt im nassen Zustand einfach in den Kofferraum werfen lässt. Geht schnell und trocknet sogar halbwegs bis zum Abend. Weiterlesen

Island-Tagebuch 1: Keflavik – Im Land des Lächelns

24. Juni

Abgesehen davon, dass den Hamburger Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen etwas unkommod gerät, verläuft die Spätabendreise reibungs- bis ereignislos. Irritierend höchstens noch die mallorcaesken Verschwisterungsszenen der bunten Reisegesellschaft und des Einzelreisenden, die kurz nach Mitternacht einen Geburtstag begießen. Die fröhliche Bagage ist am Ende so begossen, dass beschlossen wird, nach der Landung gleich mit Vodka weiterzumachen. Der Rest der Geschichte entzieht sich glücklicherweise meiner Kenntnis.

Nach erfolgreicher Landung ist es ein leichtes, auf dem doch recht übersichtlichen Keflavíkurflugvöllur (Leifur Eriksson Airport) in Keflavík (nicht so ein Gewusel wie in Münster/Osnabrück) die Dame mit dem „Fly & Drive Mietwagen“-Schild auszumachen. „You’re here for the Mietwagen? Just follow her!“ – „her“ bezeichnete die erste einer augenscheinlich unerschöpflichen Schar junger, blonder und äußerst freundlicher Isländerinnen, die offensichtlich überall dort postiert werden, wo mit touristischem Verkehr zu rechnen ist. Sehr aufmerksam. Weiterlesen

Zugangserschwerungsgesetz II

Im nationalen und internationalen Briefverkehr werden tagtäglich schwerste Straftaten begangen. Von der Verbreitung übelster Kinderpornographie reicht die Spanne bis zur Verabredung und Durchführung terroristischer Taten. (Briefbomben!) Es ist nicht länger hinnehmbar, dass der Briefverkehr rechtsfreier Raum ist. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Absender, also Täter, völlig anonym bleiben können. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Konsumenten, also Mittäter, illegale Briefsendungen unkontrolliert empfangen können. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Empfänger schutzlos illegalen Briefsendungen ausgesetzt sind. Weiterlesen

Umzug, Umzug

Das virtUOS ist umgezogen. Spätestens seit heute morgen stabilisiert sich das Chaos aus Kartonbergen, noch zuzuordnenden Monitoren, ihr Büro suchenden Mitarbeitern und ziel- und planlos umherirrenden Hilfskräften.

Vorteil: virtUOS hat mehr Platz. Nachteil: virtUOS hat weniger Räume. Das heißt für die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Auf mehr Fläche näher zusammenrücken. Vor allem aber: Alle virtUOS-Geschäftsbereiche sind nun unter einem Dach vereint. Bislang war der Geschäftsbereich »Medienkompetenz« noch im EW-Gebäude untergebracht, manchem noch unter dem früherem Namen »AVMZ« bekannt. Das Film-Studio ist noch im EW-Gebäude geblieben, der Rest ist jetzt wie das gesamte virtUOS am Heger-Tor-Wall zu finden. Weiterlesen

Tolle Tools: Viele Bilder gleichzeitig kleiner machen

Hach! Die Digitalphotographie. Nun hat Jedermann eine n-Megapixel-Kamera (n>>10) und produziert täglich megabyteweise Bildmaterial. Im Urlaub kommen leicht Gigabytemengen zustande, die vor wenigen Jahren noch jede Festplatte gesprengt hätten.

Was macht Jedermann mit diesen Bildern? Im Normalfall: Rumzeigen des n-Megapixel-Kameradisplays (n<<0,2) direkt nach dem Knipsen. Manchmal auch: Kamera dem verwirrten Schlecker-Mitarbeiter entgegenstrecken, dabei die Worte »Bitte alles mal ausdrucken!« murmelnd. Oder aber immer häufiger: Den Versuch starten, die frischen Urlaubsbilder im Katzenliebhaberforum oder im Webphotoalbum hochzuladen. Das geht sicher schief. 200 Zwölf-Megapixel-Bilder einfach so in ein Webformular zu werfen, führt, wenn es denn überhaupt irgendwie klappt, zu Modem-ähnlichen Upload-Zeiten, und nach 3 Stunden zu einer Fehlermeldung. Weiterlesen

Wenn Männer tun, was Männer tun müssen

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Abends, halb 10, Frühsommer in Deutschland. Ostseestrand. Noch eine Düne bis zum Strand, romantisch dem Sonnenuntergang am Meer entgegen. Zu hören nur leises Plätschern, im Schilf säuselnder Wind und turtelnde Seevögel.

Die Düne ist erklommen, das Meer kommt in Sicht und der weite, menschenleere Kieselstrand lädt zum Frei-Wie-Ein-Vogel-Fühlen ein. Aber was ist das? Drei dunkle Flecken im Meer. Weiterlesen