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	<title>thēleprompt</title>
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	<description>Neues und ehemals Neues aus der elektrosozialen Welt</description>
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		<title>Fazit der Zukunftswerkstatt &#8220;E-Learning und Diversity 2020&#8243;</title>
		<link>http://tobiasthelen.de/2011/03/fazit-der-zukunftswerkstatt-e-learning-und-diversity-2020/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 13:53:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[E-Learning]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wie müssen E-Learning und E-Learning-Dienste entwickelt werden, um den zukünftigen Anforderungen einer zunehmend vielfältiger werdenden Studierendenschaft gerecht zu werden?“ Für diese Fragestellung wollten wir mit einer Zukunftswerkstatt Antworten und Lösungsansätze generieren. Sehen und hören Sie hier das zusammenfassende Fazit am &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2011/03/fazit-der-zukunftswerkstatt-e-learning-und-diversity-2020/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wie müssen E-Learning und E-Learning-Dienste entwickelt werden, um den zukünftigen Anforderungen einer zunehmend vielfältiger werdenden Studierendenschaft gerecht zu werden?“ Für diese Fragestellung wollten wir mit einer Zukunftswerkstatt Antworten und Lösungsansätze generieren. Sehen und hören Sie hier das zusammenfassende Fazit am Ende der Werkstatt.</p>
<p><span id="more-649"></span><iframe src="http://131.173.22.24:8080/engage/ui/embed.html?id=d1aa38dc-a9b3-4c5c-9892-5714ba9f2ae2" style="border:0px #FFFFFF none;" name="Opencast Matterhorn - Media Player" scrolling="no" frameborder="1" marginheight="0px" marginwidth="0px" width="380" height="314"></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was leistet eigentlich Plagiatserkennungssoftware und was nicht?</title>
		<link>http://tobiasthelen.de/2011/03/was-leistet-eigentlich-plagiatserkennungssoftware-und-was-nicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 12:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten sind derzeit ein Thema, das so öffentlich wie noch nie diskutiert wird. Insgesamt verstoßen alle Fälle gegen die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens, bei denen fremde Texte und Textteile in eine als Eigenleistung ausgegebene Arbeit übernommen und nicht &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2011/03/was-leistet-eigentlich-plagiatserkennungssoftware-und-was-nicht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten sind derzeit ein Thema, das so öffentlich wie noch nie diskutiert wird. Insgesamt verstoßen alle Fälle gegen die  Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens, bei denen fremde Texte und Textteile in eine als Eigenleistung ausgegebene Arbeit übernommen und nicht hinreichend gekennzeichnet werden. An deutschen Hochschulen wird dieses Problem für studentische Studien- und Abschlussarbeiten in den vergangenen Jahren zunehmend als Problem wahrgenommen.</p>
<p>Insbesondere mit Verbreitung des Internets und elektronischer Dokumente als Quellen leicht zu aufzufindender und zu kopierender Informationen wird es handwerklich besonders einfach, zu plagiieren.  An Hochschulen im angloamerikanischen Raum ist eine routinemäßige Überprüfung der (verpflichtend auch elektronisch einzureichenden) studentischen Arbeiten durch spezialisierte Softwarelösungen üblich. In Deutschland implementieren zahlreiche Hochschulen in den letzten Jahren ebenfalls derartige Lösungen, bzw. streben den Einsatz von Plagiatserkennungssoftware an. Doch was können solche Softwarelösungen überhaupt leisten?<span id="more-634"></span></p>
<p>Die angebotenen Softwarelösungen werden eigentlich zu Unrecht als „Plagiatserkennungssoftware“ bezeichnet. Ob eine Arbeit ganz oder in Teilen plagiiert ist, ist auf jeden Fall eine vom Korrektor individuell vorzunehmende Bewertung. Die Software kann lediglich Hinweise liefern, welche Teile der Arbeit wortgleich oder -ähnlich auch an anderer Stelle aufgefunden werden können. Ob z.B. die plagiatsverdächtigen Stellen in wissenschaftlich korrekter Weise als Zitate mit Quellenangabe gekennzeichnet wurden, erkennt die Software nicht.</p>
<p>Darüber hinaus berücksichtigen die derzeit verfügbaren Lösungen vor allem über das Internet öffentlich recherchierbare Quellen, nehmen dem Korrektor also im wesentlichen die Arbeit ab, verdächtige Stellen mittels einer Suchmaschine wie etwa Google zu überprüfen. Elektronische Zeitschriften, für die spezielle Lizenzverträge abgeschlossen werden müssen, werden in der Regel nicht berücksichtigt. Einige Softwarelösungen bieten die Möglichkeit, an der Institution vorhandene Dokumente in die Vergleichsdatenbank zu importieren und alle bereits geprüften Dokumente bei späteren Prüfungen zu berücksichtigen. Alle nicht digital vorliegenden Quellen können selbstverständlich nicht zur Überprüfung herangezogen werden.</p>
<p>Die folgende Tabelle veranschaulicht anhand einiger typischer Beispiele, bei welchen Fällen von Plagiarismus der Einsatz von Plagiatserkennungssoftware erfolgreich sein kann:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Szenario</th>
<th>Erkennbar</th>
<th>Nicht erkennbar</th>
<th>Eingeschränkt<br />
erkennbar</th>
</tr>
<tr>
<td>Vollständige Übernahme im Internet frei zugänglicher Studienarbeiten</td>
<td>X</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Übernahme ganzer Sätze oder Absätze aus im Internet frei verfügbaren Quellen</td>
<td>X</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Übernahme aus gedruckten Quellen</td>
<td></td>
<td></td>
<td>z.B. wenn über Google Books erfasst</td>
</tr>
<tr>
<td>Umformulierung übernommener Quellen</td>
<td></td>
<td></td>
<td>in engen Grenzen</td>
</tr>
<tr>
<td>Übersetzung übernommener Quellen</td>
<td></td>
<td>X</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Übernahme aus nicht veröffentlichten Quellen, z.B. eingereichten Arbeiten früherer Jahrgänge</td>
<td></td>
<td></td>
<td>wenn in Vergleichsdatenbank aufgenommen</td>
</tr>
<tr>
<td>Nichtvorliegen eines Plagiats bei Verwendung korrekt belegter Zitate</td>
<td></td>
<td>X</td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Weitere Informationen zum Thema findet man bei der besten deutschen Anlaufstelle zum Thema wissenschaftliche Plagiate: <a href="http://plagiat.htw-berlin.de/">http://plagiat.htw-berlin.de/</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was sich am 4. März 2011 alles erledigt hat</title>
		<link>http://tobiasthelen.de/2011/03/was-sich-am-4-marz-2011-alles-erledigt-hat/</link>
		<comments>http://tobiasthelen.de/2011/03/was-sich-am-4-marz-2011-alles-erledigt-hat/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 08:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[alltag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tobiasthelen.de/wp/?p=575</guid>
		<description><![CDATA[Faschingsmaske Einwendung die Sache Zahnriemenwechsel Gesetz über Zustellungsdauer Qualitätsoffensive der Fall Guttenberg Ebaymäher das Problem die Frage nach dem Ja oder Nein des Klimawandels die Sache mit dem Ruckeln der Zweck des Pflichtangebotes Alle Erfindung der Anlass Ihrer PK Obiges &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2011/03/was-sich-am-4-marz-2011-alles-erledigt-hat/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Faschingsmaske<br />
Einwendung<br />
die Sache<br />
Zahnriemenwechsel<br />
Gesetz über Zustellungsdauer<br />
Qualitätsoffensive<br />
der Fall Guttenberg<br />
Ebaymäher<br />
das Problem<br />
die Frage nach dem Ja oder Nein des Klimawandels<br />
die Sache mit dem Ruckeln<br />
der Zweck des Pflichtangebotes<br />
Alle Erfindung<br />
der Anlass Ihrer PK<br />
Obiges<br />
unser Clubquest<br />
Twisted Evil Very Happy<br />
die Suchanfrage</em></p>
<p>(Ergebnisse einer Google-Suche nach &#8220;* hat sich erledigt&#8221; am 4.3.11)<em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>E-Learning – zur Pathogenese eines ungeliebten Begriffs</title>
		<link>http://tobiasthelen.de/2010/09/e-learning-%e2%80%93-zur-pathogenese-eines-ungeliebten-begriffs/</link>
		<comments>http://tobiasthelen.de/2010/09/e-learning-%e2%80%93-zur-pathogenese-eines-ungeliebten-begriffs/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 08:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[E-Learning]]></category>

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		<description><![CDATA[So richtig überzeugt und gern spricht niemand von E-Learning. Zu sehr ist damit die Vorstellung verbunden, automatisches Lehren und automatisches Lernen gleichgeschaltet zu verkoppeln und das Seelenlose zum pädagogischen Prinzip zu erheben. Der alte Menschheitstraum dahinter: Das Lernen mühelos machen. &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2010/09/e-learning-%e2%80%93-zur-pathogenese-eines-ungeliebten-begriffs/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p id="top">So richtig überzeugt und <a href="http://hochschulballett.wordpress.com/2010/06/08/wie-kommt-das-e-learning-in-die-hochschule/">gern spricht niemand von E-Learning</a>.  Zu sehr ist damit die Vorstellung verbunden, automatisches Lehren und  automatisches Lernen gleichgeschaltet zu verkoppeln und das Seelenlose  zum pädagogischen Prinzip zu erheben. Der alte Menschheitstraum  dahinter: Das Lernen mühelos machen. Die Urangst dahinter: Den Lernenden  zu bevormunden und zur Unselbständigkeit zu erziehen. Damit sind wir  schon beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Trichter" target="_blank">Nürnberger Trichter</a>, der wohl wichtigsten Allegorie des E-Learnings. Auch in <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5357387,00.html" target="_blank">aktuellen Darstellungen</a> ist diese sehr alte, reduzierende Verquickung von großen Hoffnungen und großen Ängsten immer wieder zu finden.</p>
<p><span id="more-7"></span>Und so ringen die E-Learning-Protagonisten um Begriffe, die beides  nicht mitbedeuten. Sie haben aber keine Chance, durch reinen Austausch  von Worten ungewollte Konnotationen (und Ecken, in die man ständig und  gegen den eigenen Willen gestellt wird) zu vermeiden. Im Hintergrund  lauern mächtige Figuren aus der Kulturgeschichte: Vom Golem, über  Homunculi, den Zauberlehrling und Frankenstein bis hin zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HAL_9000" target="_blank">HAL 9000</a>.  Groß ist die Angst, etwas aus der Hand zu geben, was originär  menschliche Fähigkeit ist: zu atmen, zu denken, zu richten – oder eben  zu lehren.</p>
<p>Also wird E-Learning gern mit einem Begriff kontrastiert, der  Besseres und Behrrschbareres beschreiben soll: Blended-Learning.  Aussagen wie “Wir machen nicht (reines/bloßes/nur) E-Learing, sondern  Blended-Learning” hört man häufig. Damit ist vor allem die vorauseilend  tröstliche Botschaft gemeint: Wir geben der Maschine keine Macht, die  Kontrolle bleibt beim Menschen.</p>
<p>Über eigenes Lehren und eigenes Lernen die Kontrolle zu behalten ist  aber gar keine Frage von Technik. Sondern eine von Organisation und  Rahmenbedingungen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierter_Unterricht" target="_blank">Programmierter Unterricht</a> funktioniert auch ohne Computer, die grundgesetzlich verankerte <a href="http://www.artikel5.de/" target="_blank">Freiheit der Lehre</a> impliziert (geschweige denn expliziert) kein Computerverbot. Lehrpläne  und Prüfungsvorschriften sind eine viel größere Bedrohung für die  Bildung als “Online-Lernen”.</p>
<p>Letzterer Begriff birgt eine weitere Bedrohungsdimension: Das Unechte. Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,698868,00.html">veröffentlichte</a> gestern prämierte Arbeiten eines Plakatwettbewerbes zu Chancen und  Risiken des “digitalen Studiums”. Die Spiegel-Redaktion, vermutlich auch  die Wettbewerbsjury und eventuell am wenigsten die Studierenden selbst  demonstrieren einen gepflegten Ekel vor dem Virtuellen und eine immer  noch gesellschaftsfähige Geringschätzung derer, die die virtuelle Welt  mit Ernst betrachten und bevölkern. Das Echte, Wahre, Gute ist  demzufolge das in der wirklichen Welt Erlebbare, der unmittelbare  Kontakt mit anderen Menschen, der direkte Weg beim Lernen und Lehren.  Als funktionierte Lernen jemals ohne Medien, als übertrüge sich Wissen  von selbst, wenn es nur mit Blickkontakt gepaart sei und als bildeten  sich Menschen gegenseitig nur durch Atmen der gleichen Luft.</p>
<p>Schließlich spielt in die Begriffsverwirrung noch eine innerhalb der  E-Learning-Szene geführte Debatte um “echtes E-Learning” und “bloße  Technikverwendung” eine Rolle. Bei der Podcast-University 2007 gab es  anhand des Begriffes Podcast dazu eine zumindest das Dilemma <a href="http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/theleprompt/2007/09/06/nur-echte-kerle-machen-echte-podcasts/" target="_blank">erhellende Diskussion</a>.  Immer wieder höre ich z.B. in Demonstrationen der Lern- und  Arbeitsplattform Stud.IP nach mehr als einer halben Stunde den Satz “und  jetzt kommen wir zum echten E-Learning”. Gemeint ist dann je nach  Vortragendem etwas völlig Unterschiedliches, gemein ist dabei aber: Es  gibt offensichtlich den Wunsch, E-Learning als eine reine Idee zu  verstehen, deren Umsetzung so ganz nie gelingen kann, aber die ein Ideal  ist, das man anstreben kann. Damit wären wir beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis" target="_blank">Höhlengleichnis</a> und weit entfernt von begrifflicher Klarheit.</p>
<p>So bleibt es beim ungeliebten Begriff. Ich halte ihn für den besten,  den es für das von ihm Bezeichnete gibt. Irgendwann wird er  verschwinden. Nicht ersetzt werden, sondern verschwinden. Denn in einer  Welt, in der das Digitale ubiquitär ist, wird auch das Lehren und Lernen  digital sein. Wie genau das auch immer aussieht, dafür wird es neue  Begriffe geben, die aber nicht mehr das Ganze als Abgrenzung zu anderen  Formen bezeichnen wollen und müssen.</p>
<p>Niemand spricht heute von sauerstoffunterstüztem Lernen. Denn ohne  Sauerstoff ist schließlich alles menschliche Handeln schwer vorstellbar.  Ob es in Bezug auf E-Learning und das allgegenwärtige Digitale so weit  kommt, ist offen. Und so lange brauchen wir einen schillernden Begriff  wie den des E-Learnings, der immer auch Ängste und Hoffnungen mit sich  trägt.</p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Microsoft Word ist state oft the art</title>
		<link>http://tobiasthelen.de/2010/06/microsoft-word-ist-state-oft-the-art/</link>
		<comments>http://tobiasthelen.de/2010/06/microsoft-word-ist-state-oft-the-art/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 21:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[außergewöhnliche rechtschreibleistungen]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/theleprompt/?p=499</guid>
		<description><![CDATA[In den vergangenen Wochen ist mir ein Rechtschreibfehler gleich mehrfach und in verschiedenen Texten aufgefallen: Vom &#8220;state oft the art&#8221; war die Rede (statt: &#8220;state of the art&#8220;). In einem dieser Texte hat der Fehler mehrere Korrekturzyklen überlebt und somit &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2010/06/microsoft-word-ist-state-oft-the-art/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Wochen ist mir ein Rechtschreibfehler gleich mehrfach und in verschiedenen Texten aufgefallen: Vom &#8220;<em>state oft the art</em>&#8221; war die Rede (statt: &#8220;<em>state of the art</em>&#8220;). In einem dieser Texte hat der Fehler mehrere Korrekturzyklen überlebt und somit die Frage aufgeworfen: Wo kommt der her, der Fehler und warum geht er nicht wieder weg?</p>
<p><span id="more-499"></span>Ich habe mal Google befragt und siehe da: 1680 Treffer, ganz überwiegend in deutschen Texten. Warum schreibt der Deutsche so gerne &#8220;<em>oft</em>&#8221; statt &#8220;<em>of</em>&#8220;? Vergleichen wir mal mit einer vergleichbaren Phrase, die auch im Deutschen gebräuchlich ist, &#8220;<em>King oft pop</em>&#8220;. Nur 10 Treffer, aber auch überwiegend deutsch.</p>
<p>Seltsam, denke ich und grüble so vor mich hin. Irgendwann fällt mir ein Microsoft Word in die Hand und ich tippe gedankenverloren &#8220;<em>state of the art</em>&#8220;. Alarm! schreit die Autokorrektur und findet das sehr undeutsch und macht daraus wie von Zauberhand &#8220;<em>state oft he art</em>&#8220;.</p>
<p>Flugs also nach &#8220;<em>state oft he art</em>&#8221; gegooglet. Und, was soll ich sagen: 13.300 Treffer, alle in deutschen Texten. Man kann nun vermuten: Die Fälle von &#8220;<em>state oft the art</em>&#8221; sind Teilkorrekturen dieser Word-Wortvermurksung.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Island-Tagebuch 3: Arnarstapi – Est-ce qu’il y a un chemin?</title>
		<link>http://tobiasthelen.de/2010/03/island-tagebuch-3-arnarstapi-%e2%80%93-est-ce-qu%e2%80%99il-y-a-un-chemin/</link>
		<comments>http://tobiasthelen.de/2010/03/island-tagebuch-3-arnarstapi-%e2%80%93-est-ce-qu%e2%80%99il-y-a-un-chemin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 21:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[26. Juni 2004 Morgens wache ich schon wieder von prasselndem Regen auf, entscheide prompt, noch etwas länger liegen zu bleiben und im Reiseführer nachzulesen, wohin die Reise denn nun gehen könnte. Norden ist klar, unklar jedoch die Frage, ob die &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2010/03/island-tagebuch-3-arnarstapi-%e2%80%93-est-ce-qu%e2%80%99il-y-a-un-chemin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>26. Juni 2004<br />
</em></p>
<p>Morgens wache ich schon wieder von prasselndem Regen auf, entscheide prompt, noch etwas länger liegen zu bleiben und im Reiseführer nachzulesen, wohin die Reise denn nun gehen könnte. Norden ist klar, unklar jedoch die Frage, ob die Halbinsel <a title="Snæfellsjökull" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sn%C3%A6fellsj%C3%B6kull">Snæfellsjökull</a> einen Abstecher lohnt, und wie weit ich überhaupt fahren will an diesem Tag. In der Hoffnung auf nachlassenden Regen gibt es dann erst einmal ein ausgiebiges Frühstück und campingplatzkollektives Wundern über Griechenlands Viertelfinalsieg bei der EM. Gegen 10 Uhr wird es freundlicher, das Zelt ist schnell verpackt und auf geht’s Richtung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mosfellsb%C3%A6r">Mosfellsbær</a>.<span id="more-460"></span></p>
<div id="attachment_479" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-479" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/P1010018.jpg" alt="Islands Ringstraße bei hohem Verkehrsaufkommen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Islands Ringstraße bei hohem Verkehrsaufkommen</p></div>
<p>Auf der Fahrt nach Reykjavík war ja wegen schlechten Wetters nichts zu sehen, aber nun eröffnen sich längs der Bucht die wunderschönsten Aussichten. Die Straße führt an der Künste entlang, rechts ein Bergkette und bei wechselndem Wolkenspiel ziehen schon kurz hinter Reykjavík nur noch einzelne Höfe vorbei, jeder mit mindestens einer Weide voller Islandpferde.</p>
<p>Eine halbe Stunde von Reykjavík entfernt gibt es zwei Möglichkeiten die Ringstraße weiter zu fahren: Durch einen Tunnel direkt nach Akranes, oder „außen herum“ um den Fjord. Ich entscheide mich für die zweite Möglichkeit, zum einen, weil die Zeit nicht drängt und zum anderen, weil am Ende des Fjordes der höchste Wasserfall Islands auf mich wartet, laut Reiseführer. Also abbiegen auf die kleinere alte Straße und am Fjord entlang. Da Tobi bekanntermaßen ein begnadeter Autofahrer ist und es in fremden Autos und fremden Umgebungen vermutlich mit vielen usbekischen Fahrschülern, die das erste Mal in Lissabon sind, aufnehmen kann, ist so eine schmale gewundene Küstenstraße selbstredend genau das richtige, um zu üben. Gleich beim ersten Versuch zu wenden bleibt der Yaris im Kies stecken, die Malaise lässt sich aber leicht beheben und von nun an wird’s besser.</p>
<div id="attachment_480" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-480" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/t3_f1_02_03.jpg" alt="Am Fjord entlang" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Am Fjord entlang</p></div>
<p>Wörter sind so ungenügende Vehikel, die Schönheit und Erhabenheit der Natur zu beschreiben, die sich rings um mich erstreckt und nicht enden will. Hinter jeder Kurve ein neues Wunder – ein schneebedeckter Gipfel, der ins Blickfeld rückt, eine Nebenarm des Fjords, der in einem grünen Tal verschwindet, ein dünnes silbernes Band, das als Wasserfall in die Tiefe stürzt, ein einsames Bauernhaus, ein Fischerboot, eine abenteuerlich anmutende Brücke. Schließlich ein kleines unschwer zu übersehendes Schild <em>„Glymur“</em> und eine kleine Straße, die an einem verlassenen Schuppen vorbei führt, schließlich zum Sandweg wird und hinter einer klapprigen Brücke steil und schlammig eine Hügelkuppe hinaufführt und verschwindet. Ich zügle mein Auto, wende es, binde es an einem sicheren Ort an den Zaun und gehe zu Fuß weiter. Wie ich da so wandere, jagen ständig Yarisse und andere Kleinwagentiere an mir vorbei und ich beschließe, das nächste Mal nicht so ängstlich zu sein. Nach einem knappen Kilometer ein Zaun, daran kleben zwei Schilder, eines in schönstem Isländisch, das andere eine Luftaufnahme der Gegend zeigend, mit markierten Punkten, aber ohne Wege. Die Einrichtung des großen berühmten Glymur-Wanderweges (in keinem Reiseführer fehlt er und auch nicht der Hinweis: die Wanderung dauert ca. 1 Stunde) muss zu einer Zeit stattgefunden haben, als sich die nutz- und segensreiche Erfindung „markierte Wanderwege“ noch in einem sehr frühen Experimentierstadium befunden hat. Und so sehe ich einige Gestalten auf jenem Stück grünen sanft hügeligen Landes umherirren, die der einen oder andern vermeintlichen Spur zu folgen glauben, und ich mitten unter ihnen. Früher oder später aber stößt eine jede auf eine Schlucht, an deren Ende der ersehnte Wasserfall mit einiger Berechtigung zu erhoffen ist.</p>
<div id="attachment_481" class="wp-caption alignnone" style="width: 343px"><img class="size-full wp-image-481" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/t3_f1_03_04.jpg" alt="Die Gefährten überqueren den reißenden Fluss" width="333" height="500" /><p class="wp-caption-text">Die Gefährten überqueren den reißenden Fluss</p></div>
<p>Zwei Franzosen vor mir entdecken es als erste: Auf einen großen Stein am Rande der Schlucht ist ein blauer Pfeil gemalt, der bei großzügiger Interpretation seiner Richtung auf einen kleinen, schwindelerregend steilen Pfad weist, der kaum erkennbar die Schlucht hinunterführt und in einer Art Höhle endet. Diese wiederum entpuppt sich als Durchgang, der nach einigen weiteren steilen Metern auf den Grund der Schlucht führt. Nun ist tatsächlich ein Weg zu erkennen, der durch dichtes Gestrüpp und über holprige Steine führt bis zu einem Baumstamm, der über den Fluss gekippt ist und über den jemand – vermutlich das stets fürsorgliche isländische Verkehrsamt – eine Stahltrosse gespannt hat. Wie abenteuerlich! Ist letztendlich aber sehr unkompliziert zu bewältigen. Die andere Seite des Flusses jedoch gibt Rätsel auf. Am Fluss entlang, den Hang hinauf, links oder rechts?</p>
<div id="attachment_482" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-482" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/t3_f1_07_08.jpg" alt="Die Gefährten erreichen den Wasserfall" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Die Gefährten erreichen den Wasserfall</p></div>
<p>Spontan bildet sich eine franco-helvetico-allemannische Kraxelgenossenschaft, Expeditionssprache französisch, weshalb meine aktive Rolle leicht eingeschränkt war. Allerdings ging es ja auch nicht um alpinistische Raffinessen, sondern ums nackte Überleben, oder besser: den Wasserfall. Nach drei oder vier Anläufen, die sich als Fehlschläge erweisen: „Est-ce qu’il y a un chemin?“ – „Hein, eh, je ne sais pas, eh, oui peut-être, eh, mais c’est trop dangereux…“ – „J’aui trouvé un chemin.“ – „Oh lala, je na vas pas cette chemin…“ ist das Ziel aber schließlich erreicht. Auf halber Höhe des Wasserfalls, einige hundert Meter weit weg, ist die Aussicht gigantisch. Sowohl auf den Wasserfall als auch auf das gesamte Tal, das wir durchwandert haben. Hier trennt sich die Gemeinschaft der Wandergefährten und ein jeder ging, das zu tun, was ihm aufgetragen war (oder wozu er geerade Lust hatte). Nach einer Stunde bin ich wieder am Auto und fahre zufrieden und gemütlich den Rest des Fjordes ab.</p>
<div id="attachment_483" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-483" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/t3_f1_26_27.jpg" alt="Ein Ort. Es wird einsamer." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Ein Ort. Es wird einsamer.</p></div>
<p>Ein möglicher Endpunkt diese Tagestour wäre Bogranes, aber es ist erst halb fünf, die Gegend scheint nicht besonders aufregend, der Ort auch nicht und das Fahren macht Spaß. Also frische ich angesichts des bevorstehenden Sonntags nur kurz im örtlichen Bónus meinen Proviant und meine tägliche Ration junger hübscher blonder Isländerinnen auf und wende mich der Halbinsel Snaefellsness zu, denn von der Straße nach Bogranes aus habe ich in der Ferne schon den Snaefellsjökull leuchten sehen und dieses Leuchten zieht mich magisch an. Als Ziel der Fahrt habe ich mir nun Arnarstapi ausgesucht, einen vermutlich kleinen Ort am Fuße des Snaefellsjökull, laut Karte mit Campingplatz und noch 130 km entfernt. Das sollte in zwei Stunden zu schaffen sein.</p>
<div id="attachment_484" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-484" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/t3_f1_18_19.jpg" alt="Snaefellsjökull - und ewig lockt der Vulkan." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Snaefellsjökull - und ewig lockt der Vulkan.</p></div>
<p>Dann wird es sehr einsam und atemberaubend. Links der Atlantik mit flacher Küste, rechts eine nicht enden wollende Wand rötlich-brauner karger Berge, die terrassenartig abfallen, dazwischen ein schmaler Streifen Grün, einzelne Bauernhöfe, Schafe, Pferde. Alle 500 m mag ich am liebsten anhalten und schauen, ob nicht Thor entschieden hat, dass ich fortan hier leben solle, weil die Säulen meines Hochsitzes hier angeschwemmt wurden.</p>
<p>Kurz vor Arnarstapi endet die asphaltierte Straße und eine überraschend feste und gut zu befahrende Schotterpiste führt um einen kleinen Berg vorbei bis zu einer kleinen Siedlung, die aus 51 Blockhütten (ich habe nachgezählt) und einem riesigen Zeltplatz besteht. Der Zeltplatz allerdings ist eine Unverschämtheit, weil es für happige 1000 Kronen keine junge hübsche blonde Isländerin, keine Dusche und vor allem nur drei Toiletten für die ca. 200 Gäste gibt, die sich gerade auf dem weitläufigem Areal tummeln. Dazu kommt, dass die Toiletten vermutlich seit 10 Jahren nicht renoviert und seit mindestens einer Woche nicht gereinigt wurden. Soeben fällt mir auf, dass es doch eine Dusche gibt, ob deren beschreibungsunwürdigem Zustand sich meine Feder aber weigert, weiter zu schreiben.</p>
<div id="attachment_485" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-485" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/P1010020.jpg" alt="Arnastapi, &quot;Campingplatz&quot;" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Arnastapi, &quot;Campingplatz&quot;</p></div>
<p>Der junge mürrische übellaunige Isländer, der in Arnarstapi die sonst übliche Blondine spielt, hat aber keine Probleme damit, große Mengen sehr laut und fröhlich machenden Dosenbiers zu verkaufen und zwar an allerhöchstens gerade erst volljährig gewordene Töchter und Söhne des Landes, die darüber hinaus den Umstand der nicht einkehrenden Dunkelheit zu immer neuen und lauteren Rauf- und Trinkspielen zu nutzen wissen.</p>
<p>Um dem erst einmal zu entfliehen, mache ich mich auf, die nähere Umgebung zu erkunden und werde reich belohnt. Arnarstapi liegt direkt am Meer, statt eines Strandes gibt es ca. 10m hohe Klippen an deren meerzugewandter Seite tausende von Seevögeln nisten, Möwen zumeist, wie meine schwach ausgeprägten ornitologischen Kenntnisse mir weismachen will. Entlang dieser Klippen führt ein sogar halbwegs markierter Weg, der sich mal näher, mal ferner der Küste durch ein bizarr anmutendes Lavafeld windet. In wacklig aussehenden Formationen türmt sich das Gestein manchmal bis zu 20m hoch und die dunkelgrauen Steine sind mit einer gelblich-grünen Moosschicht überzogen. Das Dorf verschwindet völlig, auf der einen Seite das Meer, auf der anderen der Snaefellsjökull. Der Weg ist beschwerlich, windet sich durch das erstarrte Lavameer, spitze Steine drücken sich fast durch die Schuhe aber es ist himmlisch. Nach ca. einer Stunde Weges komt das nächste Dorf, Hellner, in Sicht und ich klettere auf einen höher gelegenen Felsen, genieße für einige Zeit das Rauschens der Brandung, den Geruch des Windes, die wilde Schönheit der Lavafelsen und des Berges.</p>
<div id="attachment_486" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-486" src="http://tobiasthelen.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/t3_f1_17_18.jpg" alt="Die Felsen, die Brandung und die Berge." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Die Klippen, die Brandung und die Berge.</p></div>
<p>Zurück beim Campingplatz, halb 11 inzwischen, und es beginnt leicht zu nieseln, fällt mir noch ein touristisches Highlight auf, das zu bemerken mir vorhin die lärmenden Einheimischen offenbar unmöglich gemacht haben: Ein liebevoll gestalteter Minigolfplatz, der an Trostlosigkeit nur durch den Anblick des Ortes selbst überboten wird. Die Bahnen sind durch gemähtes Grad markiert, die Löcher durch kleine rostige Stangen. Wohl um den kümmerlichen Eindruck zu kaschieren, den das ganze macht, sind wahllos alte Walknochen auf dem Platz verstreut. Spielen allerdings will niemand, jedoch führt eine Ameisenstraße über den Platz, auf der, fein im Gänsemarsch, Dosenbiernachschub transportiert wird. In der Nacht wache ich immer wieder auf, wenn wieder jemand über mein Zelt stolpert und dabei mutmaßlich unanständige isländische Lieder singt.</p>
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		<title>Tolle Tools: Festplatte fest im Blick mit Sequoia View. Oder: Mammutbäume sinnvoll beschneiden.</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 00:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[heimcomputer]]></category>
		<category><![CDATA[usability]]></category>
		<category><![CDATA[aufräumen]]></category>
		<category><![CDATA[Festplatte]]></category>
		<category><![CDATA[Freeware]]></category>
		<category><![CDATA[Mammutbaum]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Überblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt das nicht? Die Festplatte oder neuerdings auch der USB-Stick sind fast voll, Aufräumen ist angesagt. Aber: Wo anfangen? Bei mehreren Dutzend Ordnern, Unterordnern und Unterunterordnern beginnt bereits das Problem, dass ich gar nicht weiß, wo die größten Platzfresser &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2009/08/tolle-tools-festplatte-fest-im-blick-mit-sequoia-view-oder-mammutbaume-sinnvoll-beschneiden/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt das nicht? Die Festplatte oder neuerdings auch der USB-Stick sind fast voll, Aufräumen ist angesagt. Aber: Wo anfangen? Bei mehreren Dutzend Ordnern, Unterordnern und Unterunterordnern beginnt bereits das Problem, dass ich gar nicht weiß, wo die größten Platzfresser stecken, welche überflüssigen Riesendateien und Riesenordner, sprich: Leichen im Keller, ich noch herumliegen habe.</p>
<p>Die ohnehin für deutsche Ohren besonders putzig-sympathische niederländische Sprache liefert den entscheidenden Lösungshinweis:&#8221;Plattegrond&#8221;, d.h. &#8220;Grundriss&#8221;. Und hier ist eben der Grundriss der Festplatte gemeint. Ob dieser sprachlichen Koinzidenz ist es auch nicht verwunderlich, dass das ultimative Festplattenwucherungsüberblickstool aus den Niederlanden stammt: <a href="http://www.win.tue.nl/sequoiaview/">Sequoia View</a>. Auf anderer sprachlicher Ebene passt der Name auch. Bei einem Mammutbaum (Sequoia) den Überblick über jeden Zweig zu behalten, erfordert schließlich auch besondere Maßnahmen.</p>
<p><span id="more-463"></span></p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/08/seq1.jpg" alt="Sequoia View Gesamtüberblick" /></p>
<p>Abb. 1: Sequoia View zeigt eine gesamte Festplatte.</p>
<p>Das kleine Windows-Tool leistet Erstaunliches: Auf einen Blick erkenne ich die größten Brocken auf meiner Platte. Ein bisschen Herumfahren mit dem Mauszeiger offenbart Zusammenhänge: Welche Quadrate (es gilt immer: die Größe des Quadrates ist proportional zur Datei- oder Verzeichnisgröße) fressen den meisten Platz, wo lohnt sich Aufräumen besonders? Die Schattierung verdeutlicht Ordnergrenzen, deutliche Pixelrahmen beim Mausnavigieren fassen nochmals zusammen, damit es besser ins Auge springt.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/08/seq2.jpg" alt="Ein Ordner mit Sequoia View" /></p>
<p>Abb 2: Detailansicht eines Ordner mit nichtquadratischer Anordnung</p>
<p>Größter Nachteil: Eine aktuelle, große Festplatte mit 200-1500 GByte zu scannen dauert ein paar Minuten. Danach finde ich aber in Sekundenschnelle, was ansonsten Stunden aufwendiger und langweiliger Suche bedurft hätte. Und ich kann im Zweifelsfall durch Konfigurationsoptionen weiter verfeinern: Färbung abhängig vom Dateityp, Eintauchen in Einzelverzeichnisse, ab einer bestimmten Schachtelungsebene zusammenfassen oder bestimmte Typen ausblenden.</p>
<p>Das Freeware-Tool ist Muss und schlägt für mich sogar das gute alte auf der Unix-Konsole einzutippende, aber nie versagende <code>du -k . | grep -v "\/.*\/"</code></p>
<p>Jetzt wünsche ich mir so ein Tool nur noch für mein IMAP-Postfach, das stark verästelt und ständig überlaufen ist. Dann würde Aufräumen wieder Spaß machen.</p>
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		<title>Island-Tagebuch 2: Reykjavik &#8211; Zwei Gesichter einer Stadt</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 16:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[baden]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Papageientaucher]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Reykjavik]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Zelten]]></category>

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		<description><![CDATA[25. Juni Verlief der Aufbau des Zeltes am gestrigen Abend trotz Winds noch recht problemlos, ist es heute Morgen äußerst ungemütlich. Strömender Regen, starker Wind, 3° und die bittere Erkenntnis, dass auch der beste Schlafsack Arme nur dann wärmen kann, &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2009/07/island-tagebuch-2-reykjavik-zwei-gesichter-einer-stadt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>25. Juni</em></p>
<p>Verlief der Aufbau des Zeltes am gestrigen Abend trotz Winds noch recht problemlos, ist es heute Morgen äußerst ungemütlich. Strömender Regen, starker Wind, 3° und die bittere Erkenntnis, dass auch der beste Schlafsack Arme nur dann wärmen kann, wenn sie sich <em>im</em> Schlafsack befinden. Abgesehen davon war das Schlaferlebnis überraschend positiv und der gleichförmig trommelnde Regen bewegt mich, mich noch 2, 3 mal umzudrehen und mich erst um 9 Uhr aufzurappeln. Dann noch etwas zusätzliche Trödelei im Waschraum in der Hoffnung, das Zelt sei doch noch im Trockenen abzubauen, aber daraus wird nichts. Es regnet ruhig weiter. Immerhin: Der unschätzbare Vorteil eines Autos bei so einer Zelttour ist es, dass sich das Zelt im nassen Zustand einfach in den Kofferraum werfen lässt. Geht schnell und trocknet sogar halbwegs bis zum Abend.<span id="more-454"></span></p>
<p>Von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Keflavik">Keflavík</a> nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reykjavik">Reykjavík</a> sind es nur 40 km – wenn man nicht wie ich eine unfreiwillige Stadtrundfahrt durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hafnarfj%C3%B6rdur">Hafnafjörður</a> macht. Es ist leicht, das auf eine verwirrende Beschilderung zu schieben. Mir erscheint allerdings die Erklärung angemessener, dass ich unbewusst schon immer erkunden wollte, was sich hinter dem klingenden Namen Hafnafjörður verbirgt. Viel Unscheinbares, wie ich nun berichten kann. Mein außerordentlich zuverlässiger Reiseführer weiß auch fast nur Abstraktes zu berichten: Schon ein großer Hafen, als Reykjavík noch ein Nest war, der Sage nach Wohnort von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elfen">Elfen</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feen">Feen</a> usw. – Hab aber keine gesehen.</p>
<p>Dafür wieder eine dieser netten jungen Isländerinnen, diesmal an der Kasse des <a href="http://bonus.is/">Bonus</a>, laut Reiseführer <em>die</em> Supermarktkette, die von allen Touristen geliebt wird. Nun ja – falls ich je in Erwägung ziehen sollte, Supermarktketten zu Objekten meiner Liebe zu machen, werde ich den Bonus-Filialen mit den netten rosa Schweinchen auf knallgelbem Grund Gelegenheit bieten, sich einen guten Platz zu erkämpfen. Im Grunde unterscheidet sich der Bonus nicht von einem mittelgroßen Edeka. Letzterer verkauft jedoch keine rauen Mengen von „Fischflocken“ als Knabberartikel. Schade eigentlich.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/07/t2_f1_07_06-500.jpg" alt="Höfði" /><br />
<em>Reykjavík, Höfði: Reagan und Gorbatschow verhandelten hier über die nukleare Abrüstung.</em></p>
<p>Gegen 10 Uhr 30 komme ich dann doch in Reykjavík an, einer richtigen Großstadt mit mehrspurigen Straßen und imposanten modernen Bürogebäuden an der Uferpromenade. Irgendwo in der innersten Innenstadt suche ich mir den nächstbesten Parkplatz, nehme meine phantastische neue Hi-Tec-Atmungsktiv-Hält-Alles-Ab-Jacke und stapfe bei immer noch weniger als 5° durch ein triefend nasses Reykjavík. Sehr trostlos einerseits, aber dieser Stadt kann auch bei schlechtem Wetter ein gewisser rauer Charme nicht abgesprochen werden. Über allem thront das Wahrzeichen Reykjavíks, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hallgrimskirkja">Hallgrímskirkja</a>. Nicht gerade schön, sieht nach Beton aus, aber auch imposant.</p>
<p>Da ich getreu der Maxime eigenaktiver, explorativer Lernschritte keinen Stadtplan mitgenommen habe und auch sonst nicht so genau weiß, was ich in Reykjavík eigentlich sehen will, gerate ich nach zwei Stunden in etwas abseitige Gegenden. Ganz einfache Wohnsiedlungen. Ziemlich hässliche sogar. Mit Waschbetonplattenbauten, zwar nur zweistöckigen, aber das macht es nicht zwangsläufig besser. Hier jedoch, wie überall im Lande ist eine außerordentliche Sauberkeit zu bestaunen. Kein herumfliegender Müll, keine Zigarettenkippen (ich sehe hier ohnehin fast niemanden rauchen). Nur die Autos sind manchmal etwas angeschmuddelt.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/07/t2_f1_10_09-500.jpg" alt="Tjörn, Rathaus und Halgrims Kirche" /><br />
<em>Reykjav</em><em>í</em><em>k: Rathaus, Tjörn und Hallgrímskirkja</em></p>
<p>Ein klein wenig frustriert und voll des schmerzlichen Bewusstseins, dass ich vergessen habe, die weichen Einlagen in die Wanderstiefel zu legen, tigere ich erstmal zurück zum Auto. Und so stehe ich gerade an den Ufern des <a href="http://www.flickr.com/photos/smari/3047064559/">Tjörn</a>, jenes berühmten Sees inmitten von Reykjavík, an dessen anderem Ende schon das postmoderne Rathaus zu sehen ist, neben dem mein Auto wartet und an dessen Gestaden sich mehr als 40 Vogelarten heimisch fühlen, als plötzlich, unerwartet und die ganze Stadt verzaubernd, die Wolken aufreißen und die Sonne hervorkommt. Die Schuhe wechseln, kurz in den Stadtplan schauen und eine andere Runde drehen.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/07/t2_f1_15_14-500.jpg" alt="Reykjavik, Innenstadt" /><br />
<em>Reykjav</em><em>í</em><em>k bei Sonne<br />
</em></p>
<p>Unfassbar diese Verwandlung: Aus der eben noch schwermütig grauen Stadt wurde mit einem Schlag eine fröhliche pittoreske Szenerie voller kleiner bunter Liebenswürdigkeiten. Also schaue ich mir all die Touristenhighlights (noch mal) an und plündere einen Buchladen, nehme haufenweise Souvenirs und schöne Bildbände mit. Ich werde aber wohl am vorletzten Tag noch mal nach Reykjavík fahren müssen, weil ich soviel vergessen habe. Sehr weise, noch 5kg Souvenir-Reserve ins Gepäck eingeplant zu haben.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/07/r3.jpg" alt="Reykjavik, von See aus" /><br />
<em>Reykjav</em><em>í</em><em>k, von See aus<br />
</em></p>
<p>Am Hafen fällt mir dann auf, dass in wenigen Minuten ein nettes kleines Bötchen zu einer netten kleinen Insel fährt, wo tausende netter kleiner Papageientaucher nisten und die Eigentümer des Bötchens sind gewillt, für ein nettes kleines Entgelt allerlei Touristenvolk mitzunehmen. Allerdings – ein schwerer Mangel der Unternehmung – hat man vergessen, eine junge hübsche blonde Isländerin abzustellen, um die Karten zu verkaufen oder das Boot zu lenken oder nette kleine Geschichten über die netten kleinen Papageientaucher zu erzählen. Das übernimmt ein smarter junger blonder netter Isländer – auch das mag seine touristischen Zwecke erfüllen. Die Fahrt jedenfalls ist Atem beraubend. Reykjavík von See aus, umgeben von hohen Bergen, in der Ferne sogar schneebedeckt – an einen solchen Anblick war heute morgen bei 200m Sicht kein bisschen zu denken. Wie versprochen dann auch tausende von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Papageientaucher">Papageientauchern</a>, deren Insel wir langsam treibend umrunden. Sehr putzige Tierchen! Der bunte Schnabel ist eigentlich zu groß für den Rest des Körpers, den Kopf vor allem. Und die Flügel schlagen viel zu schnell, was dem Tier in der Luft fast jegliche Eleganz nimmt. Faszinierend sind sie trotzdem. Die Rückfahrt zum Hafen wird etwas rauer, weil wieder Wind aufkommt, aber was bitteschön ist eine Bootsfahrt ohne Wind und Wellen?</p>
<p>Schnell ist es halb sieben, die Sonne steht noch hoch am Himmel, aber mein Zelt liegt noch im Kofferraum und will einen neuen Standort. Nach erstaunlich wenig Herumgekurve finde ich den Reykjavíker Campingplatz, vermutlich den bestausgestatteten im ganzen Lande. Die (wie nicht anders zu erwartende) nette junge blonde Isländerin an der Rezeption hat mir für 750 Kronen eine Bapperl verkauft und mich an eine der zentralen isländischen Verhaltensregeln erinnert: <em>„You can’t have your car on the grass.“</em> Gras ist nämlich wertvoll und erodiert weg wie nichts, wenn erstmal Autos darüber gefahren sind. Flugs das Zelt aufgebaut, die Sonne scheint immer noch und neben dem Campingplatz liegt das große geothermisch beheizte Freibad. Mal schauen, ob abends um 7 noch geöffnet ist, denke ich mir. Badehose und Handtuch geschnappt und nix wie rüber. Eintritt ist günstig – kein Wunder, wenn die Heizenergie einfach so aus der Erde kommt – und die Öffnungszeiten großzügig: bis 22 Uhr 30.</p>
<p>So ein Freibad in Island lässt sich mit einem deutschen Freibad nur mit Gewalt vergleichen. Dient letzteres oft als Spaß- und Planschvergnügen für Halbstarke, Heranwachsende und junge Familien (von den üblichen Renter-„Passen Sie auf, wo Sie hinschwimmen!“-Zeiten abgesehen), ist ein isländisches Freibad ein Ort gesamtgesellschaftlicher Kommunikation und Kultur. Und das durchaus nicht ohne Eigenheiten. So befindet sich in der Männerumkleidehalle (Kabinen? Nix!) eine Waage, auf die jeder, indem er außerdem der mehrsprachig angeschlagenen und peinlich genau kontrollierten Vorschrift, vor dem Baden unbedingt nackt und mit Seife zu duschen, in besonders voraus- und herumeilendem Maße nachkommt, steigt, und eine recht laute Gemütsbekundung ausstößt. Mal zustimmend grunzend, mal grimmig grummelnd. Eben so, wie man das von Wikingern erwartet. Ich eifere ihnen  nach und bringe ein eher gemischt-neutrales Geräusch zu Stande.</p>
<p>Draußen ist die Luft doch empfindlich kühl geworden, was den Isländer als solchen aber nicht allzu sehr zu stören scheint. Zwar haben sich Cluster junger netter blonder Isländerinnen gebildet, aber da Tobi ohne Brille jegliche optische Differenzierungsfähigkeit verliert (möglich ist immerhin noch eine Unscheidung zwischen „Hindernis“ und „kein Hindernis“), schwimme ich einfach in dem schönen warmen Wasser einige Bahnen und entspanne dann vortrefflich in einem der „Hot Pots“ bei ca. 40° heißem Wasser.</p>
<p>Zurück im Zelt will ich eigentlich noch ein paar Postkarten schreiben, schlafe aber <em>sofort</em> ein und ratze 10 Stunden durch.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/07/r4.jpg" alt="Reykjavik, Campingparkplatz" /><br />
<em>Reykjav</em><em>í</em><em>k, Campingplatzparkplatz: Tobis Auto (links) und typisches Auto deutscher Touristen (rechts)</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Island-Tagebuch 1: Keflavik &#8211; Im Land des Lächelns</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 17:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Keflavik]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetagebuch]]></category>
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		<description><![CDATA[24. Juni Abgesehen davon, dass den Hamburger Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen etwas unkommod gerät, verläuft die Spätabendreise reibungs- bis ereignislos. Irritierend höchstens noch die mallorcaesken Verschwisterungsszenen der bunten Reisegesellschaft und des Einzelreisenden, die kurz nach Mitternacht einen Geburtstag &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2009/07/island-tagebuch-1-keflavik-im-land-des-lachelns/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>24. Juni</em></p>
<p>Abgesehen davon, dass den Hamburger Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen etwas unkommod gerät, verläuft die Spätabendreise reibungs- bis ereignislos. Irritierend höchstens noch die mallorcaesken Verschwisterungsszenen der bunten Reisegesellschaft und des Einzelreisenden, die kurz nach Mitternacht einen Geburtstag begießen. Die fröhliche Bagage ist am Ende so begossen, dass beschlossen wird, nach der Landung gleich mit Vodka weiterzumachen. Der Rest der Geschichte entzieht sich glücklicherweise meiner Kenntnis.</p>
<p>Nach erfolgreicher Landung ist es ein leichtes, auf dem doch recht übersichtlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Keflav%C3%ADk">Keflavíkurflugvöllur</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Keflav%C3%ADk">Leifur Eriksson Airport</a>) in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Keflavik">Keflavík</a> (nicht so ein Gewusel wie in Münster/Osnabrück) die Dame mit dem „Fly &amp; Drive Mietwagen“-Schild auszumachen. <em>„You’re here for the Mietwagen? Just follow her!“</em> – „her“ bezeichnete die erste einer augenscheinlich unerschöpflichen Schar junger, blonder und äußerst freundlicher Isländerinnen, die offensichtlich überall dort postiert werden, wo mit touristischem Verkehr zu rechnen ist. Sehr aufmerksam.<span id="more-451"></span></p>
<p>So kommen wir an ein Auto mitten auf dem übersichtlichen Flughafenparkplatz. Silbergrau, ein Yaris, wie gebucht. Die nette junge Frau drückt mir einen Schlüssel in die Hand, dazu einen Zettel und ein bezauberndes Lächeln. <em>„So this is your car, just fill in the form and then I need your Gutschein and your Kreditkarte.“</em> Flugs sind die Formalia erledigt und sie beginnt schon, sich davon zu trollen, als mir auffällt, dass ich keine Ahnung habe, wie das Auto in zwei Wochen zu seinen Besitzern zurückfindet. <em>„Oh, that’s easy“</em>, sagt sie und klingt dabei immer noch exakt wie Björk. Ihr Grinsen wird breiter, vermutlich in Vorfreude auf mein erstauntes Gesicht, dass ich als durchschnittlicher Mitteleuropäer angesichts des nun beschriebenen Verfahrens auch brav mache. <em>„Just park it somewhere here around the airport, put the key in the Handschuhfach and leave the car open. That’s all.”</em></p>
<p>Einsteigen, losfahren und den nächsten Campingplatz suchen. Immerhin ist es inzwischen schon halb eins nachts. Und wie zu erwarten gar nicht dunkel. Wie alle wichtigen Straßenabzweigungen auf Island ist auch die Einfahrt zum Keflaviker Campingplatz so ausgeschildert, dass das Schild in exakt dem Moment sichtbar wird, wo es zu spät zum Abbiegen ist. Aber hier findet sich ausnahmsweise schnell eine Möglichkeit zum Wenden.</p>
<p><img src="http://tobiasthelen.de/wp-content/uploads/2009/07/t1_f1_2-500.jpg" alt="Keflavik, Zeltplatz, nachts um 1" /><br />
<em>Zeltplatz in Keflavik, nachts um halb 1</em></p>
<p>Selbstverständlich ist die Rezeption des Campingplatzes um kurz vor eins noch besetzt und das selbstverständlich mit einer äußerst reizenden Isländerin. Für 600 Kronen (ca. 8 Euro) gibt es ein Bapperl: <em>„Put his on your tent and enjoy your stay“</em>, als wäre es ein Glücksbringer, und ein strahlendes Lächeln.</p>
<p>In jedem ordentlichen bairischen Volksschwank gibt es den Moment, wo alles harmonisch bis langweilig erscheint. Und just in diesem Moment tritt der Dorfsepp auf. So ähnlich auch hier. Auf geht die Tür, es erschient ein etwas zotteliger, unverkennbarer Individualtourist. <em>„Wer känn ai stohr se bocks off mai baik?”</em> Meine Isländerin muss gerade einen Stift suchen, darum antwortete ein bislang unerwähnter, weil stiller Gast: <em>„Wait a moment!”</em>. <em>„Se bocks off mai baik? Se bocks off mai baik? Wer känn ai stohr it?“</em> – Keine Antwort, Zottel trollt sich.</p>
<p>Später im Waschraum darauf angesprochen, dass er so deutsch geklungen habe, erzählt er mir stolz und in vollendetem wienerisch, dass er gerade angekommen und nun einen ganzen Monat mit seinem Radl um Island herumradeln wolle. Das allerdings ist eine coole Aktion, die ich – falls diese zweiwöchige Weichei-Mietwagen-Probemission erfolgreich verläuft – auch in Angriff nehmen werde. Oder lieber gleich mit dem Pferd!</p>
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		<title>Zugangserschwerungsgesetz II</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 16:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Thelen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Briefverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[Straftat]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangserschwerungsgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Im nationalen und internationalen Briefverkehr werden tagtäglich schwerste Straftaten begangen. Von der Verbreitung übelster Kinderpornographie reicht die Spanne bis zur Verabredung und Durchführung terroristischer Taten. (Briefbomben!) Es ist nicht länger hinnehmbar, dass der Briefverkehr rechtsfreier Raum ist. Es ist nicht &#8230; <a href="http://tobiasthelen.de/2009/06/zugangserschwerungsgesetz-ii/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im nationalen und internationalen Briefverkehr werden tagtäglich schwerste Straftaten begangen. Von der Verbreitung übelster Kinderpornographie reicht die Spanne bis zur Verabredung und Durchführung terroristischer Taten. (Briefbomben!) Es ist nicht länger hinnehmbar, dass der Briefverkehr rechtsfreier Raum ist. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Absender, also Täter, völlig anonym bleiben können. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Konsumenten, also Mittäter, illegale Briefsendungen unkontrolliert empfangen können. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Empfänger schutzlos illegalen Briefsendungen ausgesetzt sind.<span id="more-450"></span></p>
<p>Daher ist in einem Zugangserschwerungsgesetz II zu fordern:</p>
<ol>
<li>Verbot öffentlicher Briefkästen. Sie ermöglichen anonymen Briefversand erst.</li>
<li>Verpflichtende Registrierung von Absendern. Bei jedem Versand ist die Identität des Absenders, etwa durch Kontrolle des Personalausweises, zu überprüfen und zu dokumentieren.</li>
<li>Protokollierung des gesamten Briefverkehrs. Die Zusteller haben lückenlos und unabhängig von eventuellen Verdachtsmomenten darüber Buch zu führen, wer von wem und wann Post erhalten hat. Diese Daten sind den Strafverfolgungsbehörden zu übermitteln.</li>
<li>Bekannte illegale Absender sind in eine Sperrliste aufzunehmen. Von ihnen versandte Post wird vernichtet, der Empfänger bekommt stattdessen eine behördliche Warnpostkarte zugestellt. Die Sperrliste wird von den Strafverfolgungsbehörden aufgestellt und bedarf keiner Begründung, da es um den Verdacht offenkundig übelster Straftaten geht. Wer Empfänger gesperrter Sendungen geworden ist, kann deshalb als Mittäter verdächtigt werden.</li>
<li>Durchsuchung des Briefverkehrs und Überprüfung des Briefnutzungsverhaltens bei Verdacht auf schwere Straftaten. Dazu werden V-Leute der Strafverfolgungsbehörden als Zusteller eingesetzt, denen es durch Anwendung geheimer und individuell entwickelter psychologischer Tricks gelingt, in die Wohnung eingelassen zu werden und die Verdächtigen dann beim Lesen der Briefinhalte und beim Verfassen weiterer Briefe zu beobachten.</li>
</ol>
<p>Kritikern an diesem zügig umzusetzenden Gesetz sei entgegnet, dass es keinen Eingriff in das Briefgeheimnis darstellt, da es nur zur Verhinderung schwerster Straftaten dient. Im Namen falsch verstandener Freiheit einen rechtsfreien Raum zu fordern, ist mit den Prinzipien unseres Rechtsstaates nicht vereinbar.</p>
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