Vier von fünf Unternehmen sagen trotz Krise: Niemand wird entlassen!

Deutschland im Frühjahr 2009. Alles jammert, alles kriselt. Schlechtreden, düstere Katastrophenszenarien an die Wand malen, im Untergangsorchester selbst die erste Geige spielen wollen: Die Krisenrethorik beschleunigt den ganzen Massenmediamarkt und hält das gefühlte Steuer stur Richtung Wand.

Ein Klassiker der Kategorie »Halb voll« vs. »Halb leer« ist eine heutige Schlagzeile von Krisentalkmaster Spiegel Online:

»Jedes fünfte Unternehmen plant Personalabbau«

Warum nicht mal andersrum:

»Vier von fünf Unternehmen sagen trotz Krise: Niemand wird entlassen«

Natürlich ist das nicht ganz das gleiche. Aber in den üblich weiten Toleranzgrenzen journalistischer Interpretation halbseriöser Umfragen (»Pointierung« nennt man diese Art der Informationsverdampfung glaube ich) läge es allemal.

Was sind eure optimisierenden Retourkutschen auf absichtlich verdüsternde Krisenschlagzeilen?

4 Gedanken zu “Vier von fünf Unternehmen sagen trotz Krise: Niemand wird entlassen!

  1. Mir geht diese Schwarzmalerei, insb. des Spiegels, auch mächtig auf die Nerven. Verhalten positive Meldungen werden dort auch stets mit einer Konnotation in Richtung „Die sind naiv, das dicke Ende kommt noch, wartete´s nur ab“ versehen. Ekelhaft.

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