Wetterneid

Aus reiner Höflichkeit und sprachlicher Konvention nennt man das, was in Osnabrück gerade außerhalb schützender Behausungen passiert, noch „Wetter“. Verdient hat es das nicht.

Mein neuer Dienstlaptop, den ich noch nicht richtig entrümpeln konnte, kam mit allerlei vorinstalliertem Schnickschnack daher, so auch einem Google-Wetter-Widget. Darauf schiele ich jetzt immer neidisch, denn ich habe „Reykjavik“  eingestellt.

Aktuell ist das Wetter in Reykjavik mit 6°, Dunkelheit und Regen exakt wie in Osnabrück. Der feine, kleine Unterschied: In Reykjavik gehört sich das so.

2 Gedanken zu “Wetterneid

  1. Na, eben wegen dieser Aehnlichkeit zu Reykjavik war ich um noch einen Grund mehr begeistert, nach Osnabrueck zu ziehen! Und da sie den Titel der regenreichsten Stadt Deutschlands traegt, kann man doch guten Gewissens behaupten, dass sich das hier ebenso gehoert und sie lediglich ihrem Ruf gerecht wird. Also freuen und unseren Nachbarstaedchen die Zunge rausstrecken! 😉

  2. Ich glaube aber, das mit der regenreichsten Stadt stimmt gar nicht. Jedenfalls behaupten die Nachbarstädte das gleiche von sich. „Wenn man zur Kur Regenwasser trinken soll, so muss man nach Bielefeld kommen, da hat man es allezeit frisch.“ unkte schon Georg Christoph Lichtenberg und von Münster sagt der Volksmund, dass es entweder regne oder die Glocken läuten – wenn biedes gleichzeitig passiere, sei es Sonntag. Dazu übrigens hochinteressant: http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/09/in-munster-regnets-oder-es-lauten-die-glocken.php

    Gibt es eigentlich noch mehr Ähnlichkeiten zwischen Reyjavik und Osnabrück? Ich werde mal in mich gehen – gute Gelegenheit, an einem grauen verregneten Herbstnachmittag die alten Photos rauszukramen.

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