GMW08 in Krems: Everything is social is everything

Heute Preconference-Tag bei der 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft im österreichischen Krems. Beschauliche Stadt mit 25.000 Einwohnern, 6.500 Studierenden, ca. 5.000 mittelalterlich anmutenden Häuser, 3 Hochschulen, einer Justizanstalt mitten in der Stadt, einer Donau und vor allem ganz viel Weltkulturerbe drumrum.

Alles beherrschendes Thema der Tagung, wie’s bislang aussieht: Soical Software in der Lehre, E-Learning 2.0, Web 2.0. Und wieder die üblichen Definitions- und Abgrenzungfragen: Ist etwas noch Community, nur weil es Community-Werkzeuge benutzt, ansonsten aber den informellen Rahmen und das Freizeit-Umfeld verlässt? Kann informell Behaftetes in formaleren Lehr-/Lernsituationen überhaupt funktionieren? Will man das? Wollen Studierende das?

Ein paar uralte Gespenster laufen auch bei dieser GMW-Tagung wieder als vielbeschworene Schatten durch die Hallen: Die Professoren, die sich ihre E-Mails ausdrucken lassen. Mitarbeiter, die sich weigern außerhalb der Bürozeiten elektronisch zu kommunizieren. Klar ist jedenfalls: Sie sind nicht totzukriegen. Schon gar nicht als Urban Legends des E-Learnings.

Mehr findet sich bei BigBird. Lesen!

Fachsprachen und minzige Steine

Eines der wirklich aufregenden Dinge am Mitmach-Web ist, dass mehr oder weniger plötzlich jeder öffentliche Texte produzieren kann. Und es viele auch dann tun, wenn Ihnen die höheren Weihen der korrekten, wahren und anerkannt guten Sprachverwendung fehlen. So kommen ganz neue Fachsprachen ans Licht und ich finde: Das liest sich sehr authentisch, sehr “nah am Menschen” und darum spannend.

Wie bei allen Fachsprachen wirken die Aussagen dekontextualisiert allerdings etwas merkwürdig:

“der spielspaß ist durch die abwerfbaren Bomben und den beiden Raketen an den seiten enorm hoch”

“Das es einen Platz zur Aufbewahrung des Blaster gibt, finde ich persönlich wirklich gut, denn es ist sicherlich nicht nur bei mir geschehen, dass die Waffe aus dem Fahrzeug gefallen ist.”

“denn er wankt ein bisschen und so sieht es eher unreal aus als ich zb.. einen Droiden zerdrücken wollte fiel er leider um”

“Im Imperial AT-ST könnten 2 Rebellen sitzen. Damit es mehr Spaß gibt.”

“Ich finde dieses Produkt gut vor allem da es ausgezeichnet für große Schlachten geeignet ist .”

Aber schnell wird klar, worum es geht, oder?

“Der Sternenzerstörer ist wirklich gut gelungen. Aber beim Looping öffnen sich die Klappen und der Kommandoturm stürzt ab. “

“Der Sternzrstörer ist recht unstabiel. Er ist alerdings sehr gut ausgestattet.”

“der Naboo Starfighter kann nicht landen,da geht bei mir immer der Raketenwerfer los.Dasselbe passiert,wenn der Vulture einen salto macht.”

“Die Detail getreuheit ist wirklich perfekt, denn die Hüllen der Y-Wings wurden von den Technikern der Rebellen angeschraubt, da man sie bei Reperaturen sonst viel zu oft auf und abschrauben hätte müssen”

Manchmal klingt es auch etwas nach Zen:

“Für alle die meinen dass die Frisur von Anakin aus Gummi ist das stimmt nicht, sie ist wie fast alle anderen.”

Logik kann sein, muss aber nicht:

“Als ich den gesehen hab, dachte ich mir, wenn das Teil 50€ kostet, dann kauf ich’s mir!!! Leider war dem nicht so und deshalb hab’ ich mir nur einen gekauft”

Erkannt? Klar doch:

“und die Platten am Rand sind auch nicht gerade stabil daher sie durch ein^nen minzigen Legostein verbunden sind”

Eben. Der Star-Wars-Lego-Shop und die dazugehörigen Produktkommentare. Dank an Frank für den Hinweis!

Und zum Schluss ein prima Rat, der unter jedem Produktreview stehen sollte:

“Naja wenn mann will kann mann es sich kaufen aber wers nich unbedignt will der sollte es auch nicht kaufen!!”